Zweifelhaft
Ihre Finanzforderungen für das Gedenken an die Opfer der "Deutschen Reichsbahn" begründet die DB AG mit "europäischen Gesetzen". Zur Erhebung von Gebühren sei das größte europäische Logistikunternehmen "verpflichtet", behauptet die DB AG. Dazu heißt es in einer Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages, diese Rechtsauffassung sei "zweifelhaft". Eine alternativlose Verpflichtung, das Andenken an die ermordeten NS-Deportierten mit Gebühren zu belegen, bestehe nicht.
Unvermeidlich
"Unser Aufruf zu Massenpetitionen an den Deutschen Bundestag und für Aktivitäten der EU-Parlamentarier gilt nicht allein den Toten; ebenso dringlich ist es, den Überlebenden der "Reichsbahn"-Verbrechen Genugtuung widerfahren zu lassen", erklärt der "Zug der Erinnerung".
Da sich die DB AG und ihre Eigentümerin konstant weigere, das Erbe aus den "Reichsbahn"-Deportationen an die Opfer zurück zu zahlen, seien internationale Gerichtsverfahren "absehbar und unvermeidlich". Entsprechende Prozesse ("class action") werden in den USA vorbereitet.
Angebliche Spenden
Nach einem Gutachten des "Zug der Erinnerung" nahm die "Deutsche Reichsbahn" bei den Deportationsverbrechen mindestens 445 Millionen Euro heutiger Währung ein. Einschließlich Zinsen beträgt die Deportationsschuld demnach über 2 Milliarden Euro. Von dieser Schuld habe die DB AG "noch nicht einmal
0,1 Prozent" beglichen. Das Unternehmen "rühmt sich angeblicher Spenden, bei denen es sich um Bruchteile der tatsächlichen Verbrechenserbschaft handelt", heißt es in der Erklärung des "Zug der Erinnerung".
junge Welt vom 02. Mai 2012
Bahn unter Zugzwang
»Zug der Erinnerung« liegt still, weil die Organisatoren der Ausstellung Bahn-Rechnungen nicht bezahlen können. DB-Vorstand kündigt nach Linken-Vorstoß Spende an
Jüdische Allgemeine vom 30. April 2012
Endstation
Die Initiative »Zug der Erinnerung« steht offenbar vor dem Aus
Der Tagesspiegel vom 26. April 2012
"Zug der Erinnerung" und Bahn können sich nicht einigen
Dem Projekt „Zug der Erinnerung“ droht das Aus. Die Verantwortlichen weisen sich gegenseitig Schuld zu.
Der Tagesspiegel vom 25. April 2012
"Zug der Erinnerung" bald für immer auf dem Abstellgleis?
Dem Projekt "Zug der Erinnerung", das an die NS-Deportationen mit der "Reichsbahn" erinnert, droht das Aus. Die Deutsche Bahn weigert sich, dem Verein die Gebühren für die Nutzung von Bahnhöfen und Trassen zu erlassen. Die Bahn erklärt dazu, sie werde alle Einnahmen, die durch das Projekt zusammenkämen, an die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" spenden.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 28. November 2011
Auf dem rechten Auge blind Als der "Zug der Erinnerung" im Frühjahr durch die Eifel fuhr, entstand die Idee zur Gründung eines Bündnisses gegen Rechtsextremismus und Gewalt. Die aktuellen Ereignisse und der große Zuspruch bei der jetzt erfolgten Gründungsversammlung zeigen, daß diese Entscheidung richtig war.
ARD vom 23. November 2011
Mahnendes Gedenken - der "Zug der Erinnerung" Die Beteiligung an Deportationen während des Nationalsozialismus ist das dunkelste Kapitel in der Geschichte der Deutschen Reichsbahn. Der "Zug der Erinnerung" informiert darüber.
Westdeutscher Rundfunk, 05. Oktober 2011
Redezeit (WDR 5): Der "Zug der Erinnerung", seine Ehrung für Julius Hirsch, seine Geschichte, die Auseinandersetzung mit der Deutschen Bahn AG und die deutsche "Gedenkkultur".
Die Welt, 24. Mai 2011
NS-Opfer wollen Deutsche Bahn in den USA verklagen Die Bahn soll Einnahmen der Reichsbahn aus Deportationen in NS-Konzentrationslagern zurückerstatten. NS-Opfer verklagen das Unternehmen auf zwei Milliarden Euro.
Thüringer Allgemeine, 20. Mai 2011
NS-Opfer bereiten Milliardenklage gegen Deutsche Bahn vor Der Deutschen Bahn AG könnte eine Milliardenklage auf Entschädigung
durch osteuropäische NS-Opferverbände drohen.
Thüringer Allgemeine, 20. Mai 2011
Anwalt will Entschädigung für osteuropäische Opferverbände Der Duisburger Anwalt Heinz Josef Sehr sprach in Kiew mit unserer
Zeitung und fordert für die osteuropäischen Opferverbände aus
"verbrecherischem Tun" stammendes Kapital als Entschädigung.
WDR Mediathek, 24. März 2011
Bericht aus Heinsberg Es ist ein dunkeles Kapitel unserer Vergangenheit. Ein Kapitel, das nicht vergessen werden darf. Und genau darum geht es beim "Zug der Erinnerungen". Bericht ansehen
WDR Mediathek, 10. März 2011
Ärger um "Zug der Erinnerung" Zur Zeit stehen die Waggons am Bahnhof in Mönchengladbach. Die Ausstellung informiert über die Verschleppung von unzähligen Menschen in die NS-Konzentrationslager. Da die Bahn hohe Gebühren für die Nutzung der Schienen verlangt, ist die Ausstellung auf Spenden angewiesen. Bericht ansehen
Kulturzeit, 2. März 2011
Müde Geste - Die Bahn und die NS-Opfer in Osteuropa Fünf Millionen Euro hat die Deutsche Bahn AG im Dezember 2010 NS-Opfern in mehreren Staaten Osteuropas, vor allem in Polen, als Entschädigung zugesagt. Ist damit alles gut? In Polen scheint man sich nun mit der Geste der Bahn AG zufrieden zu geben. Mehrere Organisationen in Russland, Weißrussland und in der Ukraine hingegen haben die fünf Millionen Euro als beleidigend und unannehmbar zurückgewiesen.
Deutschlandfunk vom 9. Dezember 2010
5 Millionen Euro - Spende der Bahn für NS-Opfer "Signifikanter Beitrag" nennt der Vorstand der Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" die sogenannte Spende der Deutschen Bahn. Als "absurd, beschämend und beleidigend" lehnen NS-Opfer in Osteuropa das Almosen ab. Bericht anhören
ZDF vom 8. Dezember 2010
Fröhliche Geburtstagsfeier "Ein dunkles Kapitel, aber wir blicken nach vorne", sagt Bahnchef Grube über die Reichsbahn-Beihilfe zum Massenmord und die Verantwortung seines Nachfolgeunternehmens.
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Deutschlandfunk vom 7. Dezember 2010
Die langen Schatten der Vergangenheit Opferverbände fordern Entschädigung von der Deutschen Bahn
Die Deutsche Bahn feiert in diesem Jahr das 175. Jubiläum. Damit bekennt sie sich auch zur Geschichte der Reichsbahn, die während des Zweiten Weltkrieges Millionen Gefangene transportierte.
Bericht anhören
RBB vom 6. Dezember 2010
Ich trage noch alles in mir Die Überlebende der "Reichsbahn"-Deportationen Sarah B. (Mitglied der "Child Survivors Deutschland" e.V.) und die Party der Deutschen Bahn AG am 07. Dezember in Nürnberg: Eine Gegenüberstellung. Beitrag ansehen
Nürnberger Zeitung vom 6. Dezember 2010
500 Menschen protestierten gegen die Bahn "Sie hat verdient am Nazi-Wahn. Statt feiern soll sie zahl'n die Bahn!" Mit Transparenten wie diesem zogen am Samstag nach Polizeiangaben 500 Menschen durch die Innenstadt vor das DB-Museum.
Abendzeitung vom 5. Dezember 2010
Vor dem Bahnjubiläum: Zeitzeugen kämpfen um Entschädigung "Zug der Erinnerung" klagt an: Millionen für Festakt mit Kanzlerin Merkel ? Almosen für die Deportations-Opfer
DAPD vom 4. Dezember 2010
"Zug der Erinnerung": 500 Menschen demonstrieren gegen Bahn Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in Nürnberg gegen die Entschädigungspolitik der Deutschen Bahn für NS-Opfer demonstriert.